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Die Bewohnerstruktur

Im Alten- und Pflegeheim Haus Talblick leben pflegebedürftige Bewohner unabhängig von der Konfession oder dem sozialen Status. Aufgenommen werden Personen, welche Pflege und Heimbetreuung brauchen. Spezialisiert hat sich die Einrichtung dabei insbesondere auf chronisch mehrfach geschädigte, alkoholabhängige Männer und Frauen ab dem 18. Lebensjahr mit Pflegegrad 2 bis 5. Unter chronischer Alkoholabhän­gigkeit mit Mehrfachschädigung versteht man eine langjährige Suchterkrankung bzw. Suchtschädigung mit fortschreitendem Verlauf, die zu erheblichen geistig-seelisch, kör­perlichen und sozialen, nicht nur vorübergehenden Behinderungen im Sinne der Pflege­bedürftigkeit haben.

Auf Grund dieser Folgeschäden sind die Betroffenen außerstande, ein abstinentes, eigenverantwortliches und selbstständiges Leben zu führen. Sie werden den alltäglichen Lebensanforderungen aus eigener Kraft nicht mehr gerecht und sind pflegebedürftig mittels eines festgestellten Pflegegrads und zeigen folgende Indikationen:

  • Mangel an stabiler sozialer und ökonomischer Absicherung
  • Fehlen förderlicher Sozialkontakte
  • Pflegebedürftigkeit
  • Verlust sozialversicherungsrechtlicher Ansprüche
  • Zahlreiche Entgiftungen
  • Gefahr der Verwahrlosung

Die Aufnahmebedingungen richten sich nach der Diagnose, dem Sozialbericht, den vorhandenen Gutachten von Psychiater / Neurologen, behandelnden Ärzten und Sozialarbeitern. Grundvoraussetzung ist nach Begutachtung des MDK die festgestellte Pflegebedürftigkeit und die Zuordnung zu einem Pflegegrad.

Eine wesentliche Grundlage bildet die Einschätzung des behandelnden Arztes.

Für die Aufnahme gelten folgende Hausregeln:

  • die Bewohner erhalten selbst kein Bargeld in die Hand. Der Barbetrag wird ausschließ­lich von der Einrichtung verwaltet.
  • Diese Maßnahme soll einerseits verhindern, dass die Bewohner sich wieder unkontrol­liert mit alkoholischen Genussmitteln versorgen; andererseits soll Neid und Beschaf­fungskriminalität in Bezug auf Bargeld anderer Bewohner unterbunden werden.
  • Die Einrichtung verpflichtet sich im Gegenzug, alles für den Bewohner zu besorgen, was er benötigt (Bekleidung, Süßigkeiten und andere Leckereien, Rauchwaren, Bier). Rauchwaren und bis zu drei Dosen Bier pro Tag werden an den Bewohnern täglich zu festen Ausgabezeiten ausgehändigt.
  • Bargeld, das der Bewohner als Geschenk erhält (Geburtstag, Weihnachten), ist bei der Heimverwaltung abzugeben. Es wird auf seinem Barbetragskonto gutgeschrieben.

Nicht aufgenommen werden folgende Bewerber:

  • Personen mit schweren psychischen Erkrankungen sowie chronisch mehrfach Suchtgeschädigte aufgrund illegalen Drogenkonsums
  • Beatmungspflichtige Personen
  • Personen, die beschützt in geschlossenen Einrichtungen leben müssen (im Sinne von freiheitsentziehenden Maßnahmen
  • Personen, die wegen Brandstiftung verurteilt worden sind bzw. wegen Schuldunfähigkeit nicht verurteilt werden konnten
  • Personen mit Weglauftendenz
  • Personen, die sich nicht an die oben beschriebenen Regeln halten wollen
  • Personen, die akut suizidgefährdet sind.
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